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 Fordította :Schwarz Ildikó


Freude am Sein Es hatte monatelang gedauert bis ich mich entscheiden konnte, dieses Buch zu schreiben, auch wenn die Idee schon seit mehr als zwei Jahren in mir heranreifte. An Hand meiner eigenen Erfahrungen wollte ich die pure Existenzfreude unter einem anderen Aspekt erfassen. So wie ich es aus der Sicht der Katzen erfahren konnte. Ich beobachtete zwei Jahre lang ihr Verhalten, auch wie sie in den unterschiedlichen Situationen miteinander kommunizierten. Ich fotografierte sie und entdeckte dabei Manches und hatte natürlich viele

Erlebnisse… Empfehlung Als Frau Monika Bauer-Ketterer mir über ihre unerwartete Begegnung mit den Katzen zum ersten Mal erzählte und ihre Fotografien zeigte, schug ich ihr vor, darüber ein Buch zu schreiben. Da ich ihre Ausdauer und ihr Engagement kannte, nahm ich an, dass daraus früher oder später tatsächlich ein Buch entstehen würde. „Freude am Sein” zeigt uns, wie wir den Moment erleben und genießen können und wie schön Zeitlosigkeit sein kann. Der Mensch lebt in der Natur und in der Gesellschaft. Viele Bücher thematisieren seine Rolle in der Gesellschaft, die Erhaltung der Natur und ähnliches. Wenigere Bücher setzen sich aber mit seinen persönlichen Tier-Erfahrungen auseinander. Die Autorin fokusiert unsere Aufmerksamkeit darauf, dass Tiere, wie in diesem Fall die Katzen, erheblich zur Verbesserung unserer Lebensqualität beitragen können. Die Katzen spenden Freude, entspannen uns, heilen unsere Seele und stärken unsere Menschlichkeit. Erblicken und wahrnehmen, sich vertiefen und interessieren, sich ergötzen und helfen, grübeln und herausfinden, agieren und streicheln, pflegen und lieben – das sind eines Menschen würdige Tätigkeiten. Ich empfehle dieses Buch denjenigen, die sich für subjektive Erfahrungen anderer Menschen interessieren, die Tiere und vor allem die Katzen lieben und gerne zeitlose Momente genießen. Gyöngyi Schuszter

 

  Kapitel  1 – der Anfang

 An einem schönen, aber trotzdem traurigen Tag im Sommer saß ich erschöpft in meinem Garten im Liegestuhl. Meine Mutter lag im Sterben und ich suchte instinktiv nach Halt und Trost. Ich starrte vor mich hin. Auf einmal überquerte eine graugestreifte Katze, die etwas, wahrscheinlich ihr Kleines, im Maul trug, den Garten. Ich schaute ihr nach, doch sie verschwand an der Tür zum Dachboden. Ich lief ihr sogar nach, aber ich verlor sie aus den Augen. Mein Mann und ich kletterten auf den Dachboden hinauf, konnten das Muttertier mit dem Kleinen aber nirgends finden. Lange horchten wir noch, doch vergebens. In den darauffolgenden Tagen tauchte die Katzenmutter immer wieder auf, um zu fressen. Von dem Kleinen gab es aber kein Lebenszeichen. Heute weiß ich, das die kleinen Kätzchen ihrem Instinkt folgend keinen Ton von sich geben, wenn die Mutter weg ist. Genauso machen es auch ihre wilden Geschwister, damit Raubtiere sie nicht finden können. Kép Katzen unter dem Busch Erst einen Monat später brachte die Katzenmama ihren heranreifenden Nachwuchs herunter. Allzu freundlich war sie jedoch nicht, das Futter nahm sie zwar an und wir durften sie ab und zu streicheln. Das Kleine versteckte sie unter einem Busch am anderen Ende des Gartens. Vorsichtig näherten wir uns, doch der kleine Wildfang wehrte sich. Auf seinem Buckel stand das Fell zu Berge und er fauchte uns wild an – um uns fernzuhalten. Jeden Tag schlichen wir ein bisschen näher an die kleine Katze heran. In einem Napf brachten wir ihr Milch und Futter. Es war Ende Juli. Einen Monat später ließ sie sich schon streicheln. Wir tauften sie auf den Namen „Mirzi-Morzi”. Merkwürdigerweise verließ sie nie den Platz, an dem die Mutterkatze sie gefüttert hatte, sondern wartete geduldig auf ihre Rückkehr. Die Katzen sind fürsorgliche Mütter, das konnte ich damals schon beobachten. Als Ende Juli meine Mutter uns für immer verließ, brach ich zusammen, obwohl wir alle schon seit längerem damit gerechnet hatten. Trotz allem hatten wir gehofft, dass uns noch ein Tag, noch eine Stunde mit ihr bleiben würde. Oft saß ich abends weinend im Gartenstuhl und starrte auf das Gebüsch. In meiner endlosen Trauer dachte ich damals, und das denke ich immer noch, dass die Engel mir diesen Hauch von Trost geschickt hatten. Ende August kam Mirzi-Morzi manchmal in unsere Nähe und schmiegte sich an uns, doch streicheln ließ sie sich nur in der Sicherheit des Busches. Die Katzenmama blieb für immer längere Zeit weg, und fütterte das Kleine nur noch sporadisch. Von dem Fleisch, das wir ihr gegeben hatten, aß zuerst immer das Kleine, die Mutter sah nur zu. Eine wunderbare Harmonie. Im September sahen wir das Muttertier nur noch selten, Mirzi-Morzi blieb aber bei uns. Zuerst kam sie nie in die Wohnung, blieb aber im Garten immer in unserer Nähe. Tag für Tag, Schritt für Schritt fing sie an, uns zu akzeptieren. Sie bekam zweimal am Tag Futter, immer zur gleichen Zeit. Sie war nie aggressiv. Als es morgens und abends schon kühler geworden war, kam sie für kurze Zeit herein, machte in der Wohnung aber nie Dreck. Wenn sie hinaus wollte, setzte sich vor die Tür und wartete bis jemand sie bemerkte. Vorher hatten wir nie eine Katze gehabt, so mussten auch wir erst erlernen, was wir zu tun hatten, und beobachteten sie, um ihre Angewohnheiten kennen zu lernen. Sie lag öfters am Bettende, wo extra für sie eine Decke lag, und spielte dort vor dem Schlafengehen. Sie kam und ging immer zur gleichen Zeit. Wir mussten sie nie rufen, sie hatte ein exaktes Zeitgefühl. Sie hatte und hat eine eigene Tagesordnung. Dieses Ding mit der „Tagesordnung der Katzen” existiert tatsächlich. Das ist der Punkt, an den wir Menschen uns anschließen und anpassen können. Es ist zugleich ein Ausgangspunkt für uns, um zu wissen, wann wir mit ihnen spielen und schmusen können, und wann wir sie besser in Ruhe lassen. kép Irgendwann im Februar kam Mirzi-Morzi nicht zur gewohnten Zeit herein. Mein Mann und ich wussten gleich, dass etwas außergewöhnliches geschehen war, hofften aber jeden Tag auf ihrer Rückkehr. Vergebens. Enttäuscht schauten wir immer wieder durch das Fenster, sie kam aber nicht nach Hause. Es vergingen Wochen, wir gaben die Hoffnung auf. Wir vermissten sie sehr. Wir vermissten, wie sie zusammengerollt an unseren Füßen schlief und auf unserem Schoß schnurrte. Das war für uns beide so entspannend gewesen. Die Katzen wollen sich einfach wohl fühlen und so profitieren auch wir davon. Nach einem harten Tag hat es immer eine beruhigende Wirkung, wenn eine Katze auf unserem Schoß schlummert. Immer wieder erinnerten wir uns an ihre Angewohnheiten. Sie war nicht eine einfache Schmusekatze, sondern ein kleines Wildtier, das zu uns gefunden hatte, und das wir gezähmt hatten. So eine Verbindung ist extrem wertvoll. Leises Miauen weckte mich an einem Aprilmorgen. Noch halb im Schlaf stand ich auf und ließ Mirzi-Morzi herein – mit zersaustem Fell, abgemagert, aber mit einem dicken Bauch. Es war ihr in der letzten Zeit sichtbar schlecht gegangen. Was ihr genau widerfahren war, konnte sie natürlich nicht erzählen, sie musste aber Not gelitten haben. Von dieser Sekunde an war sie fast Tag und Nacht in unserer Nähe, wich keinen Schritt von uns und verließ nicht einmal den Garten. Ihr Bauch wurde Tag für Tag größer. Man konnte förmlich die kleinen Kätzchen darin sehen. Wir verließen uns darauf, dass bei der Geburt alles gut gehen würde. Das Vertrauen beruhte aber nicht auf Gegenseitigkeit. Am ersten Mai brachte Mirzi-Morzi ihre Kleinen auf die Welt, wo und wie viele, wussten wir aber nicht. Erschöpft und blutverschmiert erschien sie auf der Terrasse und konnte kaum laufen. Ich legte sie neben mir in den Liegestuhl und trocknete sie ab. Langsam wusch sie sich und schlief ein. Stundenlang lag sie bewegungslos da. Erst danach konnte sie etwas essen. Wir versuchten das Versteck der Kleinen zu finden, hatten in den nächsten fünf bis sechs Wochen aber keinen Erfolg. Mirzi-Morzi kam jeden Tag zur gleichen Zeit hervor, ruhte sich neben mir ein wenig aus und verschwand dann wieder. Alle sechs Zitzen waren mit Milch gefüllt, deshalb nahmen wir an, dass die Anzahl der Kleinen nicht weniger war. Wir ahnten damals schon, dass uns ein richtiges Abenteuer und Erlebnis erwartete. Eine wahre Herausforderung und viel Freude stand uns bevor, die uns die Freude am Sein schätzen und genießen lies.  Die trächtige Mirzi-Morzi

 

 

 Kapitel  2– Die kleinen Ankömmlinge Es war schon Juni, als ich wieder einmal an einem lauen Sommerabend im Garten saß. Da tauchte Mirzi-Morzi auf. Sie trug ein wunderschönes Kätzchen im Maul. Seine graffitgrauen Streifen leuchteten im Licht der Lampe. Ich machte die Wohnungstür auf, sie brachte das Katzenbaby hinein, legte es auf den Teppich und, wie es von einer fürsorglichen Mutter zu erwarten ist, stillte es kurz. Leise gab ich meinem Mann einen Zeichen, damit er es auch anschauen und bewundern konnte. Dieses erste Katzenkind nannten wir Baby-Katze. Nach der Erfüllung der mütterlichen Pflichten, verschwand Mirzi-Morzi, um ein wenig später mit einem weiteren Kätzchen aufzutauchen. Wir tauften es auf den Namen „Grauer Mönch”. Auch es wurde pflichtbewusst gestillt. Nun lagen schon zwei Kätzchen auf dem Teppich. Und wir warteten geduldig bis zum Schluss sieben da waren. An all die Namen kann ich mich leider nicht mehr erinnern, doch ich weiß noch soviel, das das zuletzt gebrachte Tierchen, das uns am kleinsten und am schwächsten vorkam, Knirps genannt wurde. Es hatte kaum Fell auf seinem spindeldürren Schwänzchen. Wir saßen nur da, schauten dieses Wunder an, und grübelten, wie es weitergehen sollte. Sieben Kätzchen! Wir holten einen großen Karton, legten ihn weich aus, und setzten die Mutter samt ihren Kindern hinein. Im Moment konnten wir nicht mehr tun, so legten wir uns auch schlafen, wobei wir voller Fragen waren. Wir konnten nur hoffen, dass alles bestens verlaufen würde. Wieviel davon an uns lag und wie viel Glück dabei war, konnten wir natürlich nicht erahnen. Kurze Zeit später mussten wir ja bereits die erste Schwierigkeit bewältigen. Eine Katze hat normaleweise sechs Zitzen am Bauch, die sich jetzt sieben Nachkömmlinge teilen mussten. kép Selbst während der Nacht war oft lautes Schmatzen und Saugen zu hören. Der Kampf um die Nahrung wurde immer heftiger. Laut miauten die hungrig Gebliebenen. Auch Mirzi-Morzi vertrug diese Fressattacken immer weniger. Wir ließen dann zuerst drei Kätzchen, dann kurze Zeit später die anderen vier zur Mutter. Die Methode funktionierte tagsüber gut, doch in der Nacht konnten wir sie schlecht ausführen, zumal wir beide werkstätig waren und unseren Schlaf brauchten. Langsam konnten wir die Kätzchen auseinander halten. Die Fütterung begannen wir mit den Kleinsten und Schwächsten, dann kamen die Stärkeren an der Reihe. Die Taktik schlug an, auch die Mutter beruhigte sich sichtbar. Im Juli bekamen die Kleinen bereits verdünnte Milch und Brei, die sie ungeschickt verzehrten. Schwankend liefen sie herum, wie Besoffene, und versuchten mit ihren kleinen, steif hochgestreckten Schwänzchen das Gleichgewicht zu halten. Ihr Charater entfaltete sich immer deutlicher. Einige schoben die anderen gewaltsam vom Napf weg, andere warteten bis sie an der Reihe waren, wieder andere wollten nicht fressen, sondern nur gestillt werden. Irgendwie ähnlich wie bei den Menschen. Ihr Frohsinn sprang auch auf uns über. Nach der Arbeit gingen wir schnell nach Hause, um die neuesten Entwicklungen beobachten zu können. Wenn keiner in der Nähe des Kartons war, waren die Katzen auch ruhig, doch sobald jemand sich näherte, miauten sie laut herum. War ihre Mutter weg, schmiegten sie sich eng aneinander, um ihr Fehlen zu kompensieren. kép Immer öfters streunten die Kleinen außerhalb des Kartons herum. Auch Katzenstreu stand für sie bereit da, und langsam kamen sie darauf, wofür das gut sein sollte. Ihre Mutter konnte ihnen dabei nicht behilflich sein, sie wußte es selber nicht, da sie wild aufgewachsen war. Wenn wir sahen, dass ein Kätzchen mal musste, setzten wir es auf das Streu. Zwar konnten wir es nicht jedesmal mit allen Katzen machen, doch langsam lernten sie alles voneinander, während ich geduldsam die Spuren der „Unfälle” wegputzte. Wir mussten sie allerdings in den Heizraum umsiedeln, da wir langsam vor lauter Katzen keinen Schritt mehr in der Wohnung machen konnten. Vier Katzenkinder haben wir nach und nach verschenkt, hoffentlich in gute Händen, drei – alles hübsche, artige Tierchen – blieben weiterhin bei uns. Diese drei waren Knirps, Grauer Mönch und Baby-Katze. Wegen seines graugestreiften Fells sah Grauer Mönch sehr edel und aristokratisch aus. Er war nicht freundlich in menschlichem Sinne, schmuste nie mit uns. Er war der Aussenseiter der drei. Seine Schönheit musste auch andere angesprochen haben, da er von einem Tag auf den anderen verschwand. Wir konnten nur daran denken, dass jemand ihn mitgenommen hatte, zumal er die ganze Zeit auf dem Gartenzaun saß. Sein neuer Besitzer kümmert sich hoffentlich ebenso viel um ihm, wie wir es taten. Knirps und Baby-Katze machten immer alles zusammen. Sie waren von der ersten Minute an untrennbar. Sie spielten zusammen, sie lagen immer nebeneinander, sie streunten zu zweit herum… in völliger Harmonie.  Baby-Katze hatte ein einzigartig graues Fell mit charakteristischen weißen Flecken, und ähnelte dadurch am stärksten ihrer Mutter Mirzi-Morzi. Wir verloren sie leider. Als ich an einem kalten Novemberabend nach Hause kam, lag eine Katze vor dem Haus auf der Straße. Ein Blutfleck an ihrem Kopf, die Augen leblos. Mein Mann war noch nicht zu Hause, so übernahm ich die traurige Aufgabe. Ich holte einen Spaten, und so wie ich angezogen war, in Stöckelschuhen und Rock, vergrub ich sie am Gartenzaun. Ich wollte keine Zeit verlieren, denn bald darauf auch mein Mann kommen musste. Er wurde auch sehr traurig, dennoch war es besser, dass er nicht sah, was ich sehen musste. Tagelang konnte ich mich vom Bild, wie Baby-Katze da auf der Straße lag, nicht befreien, und das belastete uns beide.

 

 

  Kapitel 3 – Interessantes aus der Katzenwelt Die Formen der Kommunikation waren bei unseren Lieblingen – auf Grund unserer Beobachtungen – die Folgenden: wenn unsere Katzen sich trafen, identifizierten sie sich durchs Nasenreiben der Stand ihres Schwänzchens signalisierte ihre Absichten: Spiel oder Kampf die Wellenbewegung der Schwänzchen und das Spitzen der Ohren bedeutete Aufforderung zum Spiel nach vorne gestreckte Vorderbeine zeigten Sprungbereitschaft hinuntergedrückte Ohren und antennenartig stehendes Schwänzchen versprachen nichts Gutes, es folgte meistens einen Kampf mit fremden Katzen hochgezogene Nase, Fauchen, leichtes Zuschlagen mit eingezogenen Krallen ist eine Warnung: „Weg da!” Ich notierte diese Beobachtungen, weil wir auf Grund ihnen einschätzen konnten, wie weit ein neuer „Katzen-Gast” akzeptiert wurde. Die Katzenhierarchie wird meiner Erfahrung nach, – vor allem in der Paarungszeit – abhängig vom Geschlecht aufgebaut. Das Mutter-Kind-Verhältnis bricht am Ende der Säugeperiode ab. Doch auf diesem Gebiet gibt es auch überraschende Entdeckungen, darüber aber später… Schuppen-Katze tritt an In dieser Zeit war unser Leben ziemlich ereignisreich. Wir starteten ein größeres Renovierungsprojekt, bauten das Heizungssystem der Wohnung um, kauften einen neuen Heizkessel und brachten den Heizraum in Ordnung. Es war Sommer, die Katzen konnten im Garten herumliegen. Dann kam das nächste Abenteuer. Die Dämmerung brach bereits an, als mein Mann mit seinen Adleraugen eine fremde Katze unter einem großen Busch entdeckte, die total entkräftet leise miaute. Wir schlichen uns an, weil wir dachten, sie könnte doch eine von den unseren sein… war sie aber nicht. Ihr Bauch war an der Seite aufgerissen und blutete. Abgemagert lag die Katze da, so, als würde sie nur auf den erlösenden Tod warten. Ich holte schnell etwas Milch, die mein Mann, auf allen vieren kriechend, in ihre Nähe schob. Am nächsten Tag ebenso. Hoffnung auf Heilung hatten wir keine, wir wollten lediglich ihr Leiden lindern. Ich war sicher, dass sie höchstens noch ein paar Tage hatte. Wir vermuteten, dass sie die furchtbaren Verletzungen während einer Flucht erhalten hatte. Meine Oma sagte immer, dass Katzen sieben Leben hätten. In der Tat. Tage vergingen. Die Katze verschwand machmal von ihrem Platz, kam aber am Abend jedesmal zurück. Als sie einmal kurz unter dem Busch hervorkam, erwartete uns ein furchtbarer Anblick. Ihr Fell war in Büscheln zusammengeklebt, die Wunde zwar halb verheilt, dennoch erschreckend. Sie nahm schon Futter an. So versuchten wir unser Glück mit einem Trick. Wir stellten ihren Napf in den Heizraum, in der Hoffnung, dass sie vielleicht hineingehen würde. Das tat sie auch, versteckte sich aber irgendwo, als wir ihr nachgingen. Wir stellten ihr Futter hin. Sie aß aber erst, als wir weg waren. Sie war sehr scheu und kam nie hervor, wenn wir sie riefen. Verstecke fand sie genug zwischen dem herumstehenden Gerümpel. Irgendwann im September, als die kranke Katze schon seit einem Monat bei uns gelebt hatte, wurde die Heizung getestet. Es gab aber Probleme. Lauf pfeifend trat beim Ventil Dampf aus dem Kessel aus. Verletzt wurde niemand, doch die Katze schoss wie eine Rakete aus dem Schuppen. Nun, wenn sie so schnell laufen konnte, musste es ihr wohl schon besser gehen. Von diesem Zeitpunkt an nannten wir sie „Schuppen-Katze”. Der Heizraum diente früher als Schuppen, und unter uns gesagt den Namen „Heizraum-Katze” fand ich weniger passend. Zuerst war sie wieder tagelang verschwunden. Ich wußte aber, wenn sie hungrig genug sein würde, würde sie sie schon nach Hause kommen. Und sie kam auch. Mein Mann, der nie Katzen in seiner Wohnung haben wollte, war gerade dabei, die vierte Katze zu zähmen. Überrascht realisierte ich, welch ein gutes Gespür er dazu hatte. Ich selber wartete lieber bis das Tier sich näherte, weil ich ihm nicht traute. Ich hatte immer Angst, dass sie, sie war ja schon eine ausgewachsene Katze, mich kratzen oder zubeißen würde. Mein Mann saß im Schaukelstuhl auf der Terrasse, die Katze stahl sich näher. Daraufhin ließ mein Mann seine Hand herunterhängen, bis die Katze daran schnupperte und sich neben ihn hinsetzte. Es war unglaublich! Die Katze ließ sich kurze Zeit später schon streicheln und auf den Schoß nehmen. Ich blieb ihr gegenüber aber weiterhin misstraurisch. Das spürte die Katze wahrscheinlich ganz genau, da sie noch wochenlang nicht in meine Nähe kam, auch wenn sie das Futter von mir annahm und trotz meiner Anwesenheit nicht wegrannte. Wir pflegten sie mittlerweile schon seit sechs Wochen. Merkwürdigerweise griffen die anderen Katzen sie nicht an. Es lag wahrscheinlich auch daran, dass sie genauso wie Mirzi-Morzi, das Muttertier, ein Weibchen war, und die zwei kleinen Kater, Baby-Katze und Knirps, sie deshalb leichter akzeptieren konnten.

 

  Kapitel  4.– Tiere, die heilen Als pflichtbewusste Tierhalterin möchte ich erwähnen, dass wir immer großen Wert auf die Hygiene der Katzen legten und legen. Sie bekommen regelmäßig Impfschutz, werden nie mit rohem Fleisch gefüttert. Wir sorgen dafür, dass sie vor Flöhen, Zecken und anderen Parasiten geschützt werden, und auch ihre Näpfe werden regelmäßig gereinigt. Die Tiere werden gesünder, wenn sie sich wohl fühlen können. Und all das dient aber auch unserem Schutz, wenn wir einen direkten körperlichen Kontakt zu den Tieren haben. Wer Tiere hält, muss auch Verantwortung tragen! Es kommt oft vor, dass jemand aus der Familie krank ist oder Schmerzen hat, oder sich einfach von der vielen Arbeit erschöpft, müde und missgelaunt fühlt. Als ich dieses Foto machte, befand sich auch mein Mann gerade in diesem Zustand und legte sich kurz hin, um Kräfte zu sammeln. Knirps und Baby-Katze legten sich nacheinander zu ihm. Alle drei schliefen fest und tief und keiner von ihnen rührte sich eine halbe Stunde lang. kép Auch lag mein Enkelkind, das von einem Insekt böse gestochen worden war, einmal mit dickgeschwollenem Bein im Bett. Knirps gesellte sich gleich zu ihm. So konnte das Kind sich beruhigen und einschlafen. Die zwei Aufnahmen wurden mit einem Jahr Unterschied gemacht, doch es hätten genauso gut zwei Tage sein können, so oft kam bei uns ähnliches vor. Wenn ich meine schmerzenden Beine hochlege, legt sich Knirps sofort zu mir. Seine Wärme und seine Ruhe schenken mir öfters eine halbe Stunde erholende, schwerelose Siesta. Auch an den langen Winterabenden schlafen wir häufig mit den Katzen ein. Da ich oft an Schlafstörungen leide, habe ich mich sehr an ihre wohltuende Nähe gewöhnt, dass ich ihr Fehlen kaum verkraften könnte. Sie sind nie aufdringlich, rollen sich immer dort zusammen, wo sie niemanden stören. Die zarte Treue, die uns eine Katze geben kann, hilft uns unser Seelenheil zu schützen und zu erhalten. Sie wedeln zwar nicht mit dem Schwanz, noch bellen sie vergnügt, doch sie folgen uns auf Schritt und Tritt, und wollen immer in unserer Nähe sein… oder einfach nur auf unseren Schoß.

 

Kapitel  5. – Wintergeschichten 2009 hatten wir einen harten, kalten Winter. Bereits in Dezember war es eisig kalt. Nachdem Baby-Katze im Herbst verunglückt war, teilten drei Tiere, Mirzi-Morzi, Knirps und Schuppen-Katze, unsere Liebe. Sie führten ein komfortables Leben. Tagsüber, solange wir arbeiten waren, bummelten sie irgendwo herum, doch am Nachmittag warteten sie, schön in einer Reihe auf dem Gartenzaun sitzend, auf unsere Rückkehr. Kamen wir nicht zur gewohnten Zeit nach Hause, sprangen sie spätestens beim Öffnen des Gartentors hervor. Sie bekamen ihre Milch, legten sich auf verschiedenen Stellen in der Wohnung – jeder an ihren gewohnten Platz – und genossen die angenehme Wärme. Knirps wollte immer auf dem Schoß liegen. Kaum setzte ich mich vor meinen Computer, war er schon da. Knirps folgte auch meinem Mann, wenn er in den Heizraum ging, um Feuer zu machen, und saß auf seinem Schoß, solange er auf das Aufflammen des Feuers wartete. Die Katze schaute manchmal sogar durch die offene Kesseltür hinein und ließ sich auch nicht von der Hitze stören, wenn ihr Bart davon geschrumpft wurde. Knirps’ andere Angewohnheit war es, auf dem Kessel zu sitzen und minutenlang das Thermometer zu inspizieren. Zu guter Letzt wollte er den Heizraum gar nicht mehr verlassen und schlief nachts dort. kép: Knirps, der Thermometer-Kontrolleur Beim Warten Wenn wir das Licht ausmachten, schlichen sich die Katzen, eine nach der anderen, in unser Schlafzimmer und rollten sich auf der Decke am Fussende zusammen. Schuppen-Katze traute sich einige Wochen lang nur auf dem Teppich vor dem Bett zu schlafen, doch dann legte auch sie sich zu den anderen zwei aufs Bett. Da auf dem Lande die Katzen üblicherweise draussen im Garten leben, staunten viele Freunde nicht schlecht, wie gut es den Katzen bei uns ging. Auch unsere Tiere sind oft draussen, doch an den kalten, windigen Wintertagen lassen wir sie hinein. Man könnte übrigens einiges von den Katzen lernen, zumindest was die Auswahl des besten Platzes und ihre Entspannungstechniken betrifft.  Dank des Fotoapparates konnte ich Zeugin vieler interessanter Momente werden. Ich musste feststellen, dass da, wo es keine Hunde im Garten gibt, Katzen auftauchen, und nicht nur die eigenen… képek Einmal bekam Knirps auf der Terasse einen überbrühten Hühnerkopf. Das, was danach passierte, war echt sehenswert. képek Er spielte ewig damit, warf ihn hoch, sprang hinterher, als wenn es eine Maus wäre. Die nicht enden wollende Vorführung war auch von akrobatischen Bewegungen reichlich gespickt. Képek Doch dann tauchte ein großer Kater auf. Als Knirps ihn bemerkt hatte, zog er sich zurück, und beobachtete aus drei Schritt Entfernung, wie der fremde Kater seine „Beute” verzehrt. Unglaubliche Szenerie, ganz ähnlich wie bei ihren Dschungel-Brüdern. Képek Als aber Knirps bemerkte, dass vom Hühnerkopf immer weniger übrig blieb, wagte er es, Stück für Stück näher zu kommen, um zu signalisieren, dass nun er an der Reihe sein würde. Sein Schwanz deutete auf keinen Angriff hin, seine Körperhaltung verriet Ergebenheit. Aber ganz ausbeuten lassen wollte er sich auch wieder nicht. Endlich verschwand der Eindringling. Unsere Katze schaute noch sicherheitshalber nach und wartete bis er ganz weg war. Erst dann fing er an, die Reste aufzufressen. Ich hätte natürlich eingreifen können, wollte aber nicht. Das ist ihre interne Angelegenheit – dachte ich. Doch von da an gaben wir unseren Katzen lieber in der Wohnung Futter. Später im Juni gab es eine ähnliche Situation. Im Garten lagen Hühnerhäppchen herum, als wieder einmal der große Kater vorbeikam. Unsere vier Katzen versteiften sich, und starrten ihn an. Es dauerte einige Sekunden lang, bis der Eindringling die Lage erfasst hatte und sich verzog. Ich stand auch versteinert da, schaute nur hin, war aber recht zufrieden, als der großgewachsene Kater das Weite gesucht hatte, und meine Katzen sich gemächlich über das vorbereitete Futter hermachten. Katzenliebe Die harten Wintertage waren seltener geworden, dafür wurde unseren Katzen immer heftiger der Hof gemacht. Die Katzenmädchen, Mirzi-Morzi und Schuppen-Katze lagen tagsüber in der warmen Wohnung. Doch wenn die Nacht kam, wurden wir etwa um zwei Uhr vom schrecklich verliebten Miauen geweckt. Wir hatten uns zwar vorgenommen, den „guten Ruf” unserer Katzen zu wahren, die aber wollten davon nichts wissen. Sie wollten nur raus. Endlich gaben wir nach, und ließen geschehen, was auch immer passieren sollte… Der Ansturm dauerte wochenlang. Abends wollten die Katzen hereingelassen, nachts wieder hinausgelassen werden. Purer Wahnsinn! Zuletzt ließen wir sie gar nicht mehr in die Wohnung, damit zumindest wir schlafen konnten. Auch tagsüber harrten die Freier in der Nähe der Weibchen aus und saßen zusammen an der Tür. Sie liefen nicht weg, als ich hinausging, sie fühlten sich ganz daheim. Wochenlang hegten wir falsche Hoffnungen, dass Schuppen-Katze, die wir einst schwerverletzt gefunden hatten, viellecht doch nicht trächtig geworden war. Ihr Bauch begann dann aber irgendwann doch zu wachsen. Ende Februar hing sie ständig an unseren Fersen. Sie musste spüren, dass sich langsam die Geburt näherte. Wir machten ihr im Heizraum Platz. Am dritten März wollte auch Knirps dort hinein. Das war ungewöhnlich, denn er war ja ein Kater und lief normalerweise nachts hinter den Katzenmädchen her. In dieser Nacht schliefen beide, Schuppen-Katze und Knirps, in einem eher unbequemen Plastikkorb eng nebeneinander. Wir fühlten mit Sicherheit, dass in dieser Nacht etwas passieren würde. Képek Am nächsten Morgen waren die Neugeborenen tatsächlich da. Leider blieb nur ein einziger am Leben… ein kleiner, schwarzer Kater. Wir grübelten, wie wir ihn nennen sollten. Meine Freundin zögerte nicht so lange, sie taufte ihn kurzer Hand auf den Namen Baghira. Damals konnten wir noch nicht ahnen, wie zutreffend dieser Name war und welch richtig wilder Hauspanther aus ihm wurde. Baghiras Auftritt Kép Bevor ich die Geschichte weitererzähle, möchte eine kleine Bemerkung im Zusammenhang mit folgenden Bildern machen. Die Kamera ist beinahe ein Körperteil von mir geworden. Ich liebe diese zauberhaften Momente. Allein von den Katzen habe ich mehrere Hundert Aufnahmen gemacht. Bevor die erste Katze bei uns Zutritt fand, wollte mein Mann mich immer vor die Wahl stellen: „Entweder eine Katze oder ich!” Nun, kurze Zeit später hatte er scheinbar eine völlig andere Meinung, wie es das Bild nebenan dokumentiert.

 Sie ließ ihren Nachwuchs nie alleine, schützte und bewachte ihn pausenlos. Der kleine Baghira wuchs auch schnell, da er die Muttermilch nicht mit anderen teilen musste. Wir machten uns Sorgen, dass die andere Katze, Mirzi-Morzi, möglicherweise auch trächtig sei, und wollten sie operieren lassen. Aus der Sterilisation wurde allerdings ein Schwangerschaftsabbruch. Da aber eine neugeborene Katze da war, spielten ihre Hormone verrückt und sie fing auch an, Milch zu produzieren. Die OP-Narben heilten zwar schnell, doch ihre pralle Zitzen glühten förmlich. Sie fand kaum Abkühlung auf den kalten Steinen der Terasse. Am Ende sprang sie in den Korb neben Schuppen-Katze, so konnte die kleine Baghira nun aus zwölf Zitzen Milch saugen. Mirzi-Morzi musste wohl im Glauben leben, dass Baghira ihre Kleine sei. Die Solidarität zwischen den Katzen war einfach wunderbar. Das Muttertier säuberte regelmäßig die Narben der frischoperierten Katze, dann stillten sie abwechselnd den kleinen wilden Panther-Kater Baghira. Die Vermehrung ist ja der stärkste Instinkt in der Tierwelt, wie auch bei den Menschen. kép Sie benahmen sich sehr tolerant und halfen einander gegenseitig, doch als die Stillzeit zu Ende war, endete auch diese Idylle. Damit hätte ich auch dieses Kapitel schließen können, die Geschichte ging aber weiter. Die sechs Wochen Stillzeit wollten wir Schuppen-Katze auf jeden Fall gönnen, bevor wir auch sie sterilisieren ließen. Die Ernährung von Baghira konnte ja nachher Mirzi-Morzi übernehmen. Nach dem Eingriff teilte uns der Tierarzt mit, dass Schuppen-Katze mittlerweile schon wieder trächtig war. Das war unser Fehler. Statt sechs Wochen, waren bereits acht Wochen nach dem Geburt vergangen. Es folgte wieder eine Zeit des gemeinsamen Stillens, dann hörte Mirzi-Morzi damit auf. Im August, mit fünf Monaten war Baghira schon fast so groß, wie seine Mutter, bekam aber immer noch Muttermilch.  Der schwarze Kater war immer unersättlicher geworden. Sein Bauch wölbte sich schon wie ein Ball zwischen seinen Beinen, er trank aber unbeirrt weiter. Diese Angewohnheit hat er immer noch. Jede Katze hatte ihren eigenen Napf, in dem sie morgens und abends ihr Futter bekamen. Es standen also mindestens vier Näpfe herum. Wie ein Blitz lief Baghira zu den Näpfen, und drängte die älteren Katzen weg. Ohne „einen Mucks”, das heißt ohne Fauchen, duldeten das die anderen. Er war ja der kleinste unter ihnen, selbst wenn die tatsächliche Größe etwas anderes anzeigte. Wir mussten unsere Taktik ändern. Die drei Älteren, Knirps, Schuppen-Katze und Mirzi-Morzi, bekamen dann im Heizraum zu fressen, Baghira, der Unersättliche, aber draußen im Garten. Blitzaufnahmen von Baghira Képek Verdauungsschläfchen Mami, komm! Frauchen hat auch ein wenig Ruhe verdient… Siebentes Kapitel – Knirps Wir leben mit vier Katzen zusammen. Das war nicht geplant, es kam einfach dazu. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass wir keinen Liebling hätten. Das bedeutet aber keinesfalls, dass wir die anderen nicht lieben oder sie vernachlässigen würden. Knirps war eine der sieben Kätzchen aus dem ersten Wurf. Schwach, kraftlos, eher hässlich. Er war nie aufdringlich, wenn es um das Futter ging. So hatte er wohl die geringsten Chancen fürs Überleben. Wir versuchten daher seine Handikaps, mehr oder weniger erfolgreich, zu kompensieren. Lange war er mit Baby-Katze ein Leib und eine Seele, doch nach dem Tod des Kumpels blieb er allein. Die Weibchen waren vorwiegend mit Baghira beschäftigt, für Knirps boten wir die Gesellschaft. Kép Von Anfang an war er der Anhänglichste und saß ständig bei jemanden auf dem Schoß. Ich dachte, dass er sich ändern würde, wenn er älter werden würde, weil Kater angeblich wilder sind, als Weibchen. Diesmal wohl nicht. Knirps ist zwar ein ausgewachsener, muskulöser Kater, geht aber nie weg, streunt nie herum. Er befindet sich immer dort, wo wir sind. Am liebsten liegt er aber tagaus tagein im Schlafzimmer. Katzen sind eigensinnige, aber treue Tiere. Sie wählen für sich die Person aus, bei dem sie sich am wohlsten fühlen. Sie gehen nicht immer gleich auf Fremde zu. Die anderen drei, die mit uns leben, sind allerdings nicht besonders freundlich und nicht sehr anschmiegsam. Einmal bemerkte ich, dass der Bauch von Knirps hinunterhing. Der Tierarzt diagnostizierte einen Bruch, der operiert werden musste. Danach durfte er eine Woche lang nicht hinaus in den Garten. Er spürte aber irgendwie, dass dieser „Stubenarrest” in seinem Interesse verhängt worden war und verlangte nie mit aggressivem Miauen, hinausgelassen zu werden. Er ist seitdem sogar noch anhänglicher geworden, und ohne ihn können wir gar nicht mehr richtig schlafen. Als einziger ausgewachsener Kater am Haus, wurde Knirps der Spielkamerad und „Lehrmeister” von Baghira. Sie spielten und kämpften sehr viel miteinander. Die zwei Weibchen spielten mit dem Kleinen nur solange, solange er noch ein kleines „Katzen-Kind” war. Das richtig wilde, lebhafte Spiel und die Kampftechniken erlernte er aber von Knirps.

 

Freude am Sein im Alltag Schlusswort Katzen geben uns einen Rhytmus im Leben, wie auch eine Zeitlosigkeit und eine Bereitschaft zur Akzeptanz, falls wir bereit sind, all das auch anzunehmen. Geboren werden, leben und verenden. Man hat, kurz gesagt, nur so viel vom Leben. Damit muss man auskommen. Der unerbitterliche Schmerz der Vergänglichkeit brachte dieses Buch hervor. Es erzählt trotzdem über Lebensfreude, über die Freude am Dasein. Ich widme dieses Büchlein dem Andenken an meine Mutter, die es zugelassen hatte, das ich Jene geworden bin, die ich heute bin. Ich konnte leider die Sprache der Katzen nicht erlernen. Ich kann die Katzen aber akzeptieren und ihre alltägliche Existenzfreude miterleben. Das Leben wie ein Mensch zu leben und es zu erleben, ist ein besonderes Abenteuer. Selbst wenn wir die Katzen-Sprache erlernen würden, könnten wir sie nie ganz verstehen. Es gibt zahreiche Studien über das Verhalten und über die Ansprüche von Katzen, die natürlich das Kennenlernen erleichtern, doch das wahre Erlebnis steckt im Zusammenleben mit ihnen. Ihre Instinkte, ihr Charakter, die Art, wie sie auf uns reagieren und wie sie sich ihrer Umgebung, die sie entweder bekommen oder selber auswählen, anpassen, bringt Farbe in unseren Alltag, bremst unsere Ungeduld, unsere Gier und unseren Ehrgeiz. „Jeder trägt den Urtyp der Schönheit, dessen Abbild er in der Welt sucht, in sich selbst.” (Pascal) 

 

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